Für Sie gefunden: Neue Studie zum Thema Büroarbeit

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Im Rahmen einer Telefonbefragung hat das bso mit dem Trendbüro Hamburg 601 Unternehmen in Deutschland, Schweiz und Österreich interviewt über aktuelle Entwicklungen in ihren Unternehmen, über den Einsatz von Kommunikationsinstrumenten und die Veränderung der Büroarbeitsplätze.

Einige Ergebnisse aus der Studie

  • In drei Viertel aller Unternehmen ist der Anteil der Kommunikation an der Arbeitszeit im Laufe der letzten Jahre spürbar gestiegen. Durchschnittlich entfallen in Betrieben ab zehn Mitarbeitern 46 Prozent der Arbeitszeit auf interne und externe Kommunikation. Für ein Drittel der Beschäftigten im Bürobereich besteht der Arbeitsalltag sogar weitgehend aus kommunikativen Tätigkeiten. Damit einher geht eine Veränderung des Stellenwerts der Kommunikation.
  • 61,1 Prozent der befragten Betriebe berichten, dass aufgrund der höheren Komplexität der Aufgaben der Anteil der Projektarbeit deutlich gestiegen sei. Durchschnittlich entfallen derzeit 35 Prozent der Arbeitszeit auf die Bearbeitung von Projekten. In Unternehmen mit mehr als 200 Büroarbeitsplätzen sind schon 47,7 Prozent aller Beschäftigten während mehr als der Hälfte Ihrer Arbeitsstunden mit komplexen Aufgaben beschäftigt. In den meisten Fällen werden Projekte in speziell zusammengestellten Teams bearbeitet, besetzt mit Mitarbeitern aus mehreren Abteilungen und verstärkt durch externe Spezialisten. Wissen muss dann für alle Beteiligten und ohne Zeitverlust verfügbar sein.

  • Zukunftsforscher und Arbeitsexperten prophezeien deshalb ein Vordringen Sozialer Medien in die Intranets der Unternehmen. Dialoginstrumente aus dem Web 2.0 können auch für die interne Zusammenarbeit genutzt werden. In der Tat erproben zur Zeit 35,8 Prozent aller Unternehmen den Nutzen einzelner Instrumente. Dabei gilt vereinfacht gesagt, je größer das Unternehmen, desto größer ist das Interesse an den „neuen“ Kommunikationsformen. In der Gruppe der Betriebe mit mehr 200 Beschäftigten im Büroumfeld testen bereits 71,7 Prozent eine oder mehrere Anwendungen. Am häufigsten kommen bislang Foren und Unternehmens-Wikis zum Einsatz. An dritter Stelle stehen komplexe Tools mit einer an Soziale Netzwerke angelehnten Struktur. Diese belegen zudem den ersten Platz auf der Wunschliste der künftigen Anwendungen. Blogs oder die in ihrer Zeichenzahl begrenzten Micro-Blogs kommen deutlich seltener zur Anwendung. Zudem sind diese noch oft der eher einseitigen Information der Mitarbeiter durch die Geschäftsleitung vorbehalten.
  • Das Fazit zum Nutzen der eingesetzten Instrumente fällt fast einhellig positiv aus. Trotzdem sind sich die meisten Unternehmen noch nicht so recht klar darüber, in welchem Umfang sie die Anwendung der digitalen Dialoginstrumente weiter ausbauen sollen. Zentrale Fragen, die sich die Verantwortlichen derzeit stellen, seien, wie Soziale Medien die Effizienz steigern können, wie sie die Führung und die Unternehmenskultur beeinflussen, aber auch wo ihr Einsatz an seine Grenzen stößt.
  • Erprobt werden jedoch nicht nur neue Technologien sondern auch neue Konzepte der Arbeitsplatzgestaltung. Schon seit einigen Jahren gehören neben den klassischen Besprechungs- und Konferenzräumen Orte zur schnellen Abstimmung in kleinen Gruppen, die sogenannten Kommunikationszonen, zum Standard moderner Büroeinrichtungen. Wie bei der Nutzung der Sozialen Medien waren auch hier die Großunternehmen Vorreiter. Inzwischen haben auch viele kleine und mittlere Betriebe solche Bereiche eingerichtet.
  • Wie die aktuelle Befragung zeigt werden gleichzeitig immer mehr Team- und Besprechungsräume in Räume für die Projektarbeit umgewandelt. 29,3 Prozent aller Befragten haben in ihren Gebäuden einzelne Flächen speziell für diese Form der Zusammenarbeit reserviert. Auffällig ist, dass gerade die Unternehmen, die Soziale Medien zur Unterstützung Ihrer Kommunikation nutzen, überdurchschnittlich häufig Projekträume einrichten. 67,6 Prozent aller Unternehmen weisen im Rahmen ihrer Stellenausschreibungen häufig oder sogar fast immer auf das angenehme Ambiente in ihren Büros hin. Die Gestaltung der Arbeitsplätze wird damit deutlich häufiger als Argument zur Gewinnung neuer Mitarbeiter genutzt als deren Ausstattung mit IT und Kommunikationstools.
  • 5,6 Prozent aller Unternehmen in den D/A/CH-Ländern praktizieren derzeit das Konzept des non-territorialen Büros. Durchschnittlich verzichten dann 30 Prozent der Arbeitnehmer auf einen eigenen, persönlich zugewiesenen Arbeitsplatz. Bereits die im Jahr 2011 im Auftrag des bso durchgeführte Befragung zeigte, dass Non-Territorialität nicht deckungsgleich ist mit einer Einsparung von Arbeitsplätzen. Das Konzept wird auch genutzt, um unterschiedliche Arten von Arbeitsplätzen anbieten und nutzen zu können. 

Auszüge aus der Studie stehen hier als PDF zur Verfügung: bso-Studie 2012 New Work Order Studie

Im Rahmen der Befragung wurden auch die Bedeutung der Weiterbildung und der Umgang mit Home-Working abgefragt. Die Ergebnisse können unter www.buero-forum.de heruntergeladen werden.

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